DenkMalTour: Die weltlichen Schulen in Neukölln

Samstag 18.02.2017

  • Ort: vor der Rütlischule, Rütlistr. 41, 12045 Berlin
  • Uhrzeit: 14.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante

Die Geschichte der Erziehung zum freien Menschen

Von 1922 bis 1933 gab es die weltlichen Schulen. Vor allem die sozialdemokratisch und kommunistisch orientieren Parteien, aber auch ein großer Teil der Volksschullehrerschaft, propagierten eine lebensnahe, auf das Erlernen praktischer Fähigkeiten orientierte Schule. Die Schülerinnen und Schüler sollten in gemischten Klassen, frei von religiöser Indoktrination, zu freien, selbstverantwortlichen und politisch mündigen Menschen erzogen werden. Diese Schulform hatte nur wenig Zeit, um sich zu entwickeln. Die wenigen Jahre der Weimarer Republik waren zu kurz, um das reformpädagogische Konzept der weltlichen Schulen im alltäglichen Leben zu verankern. Ende 1920 gab es im Deutschen Reich 240 weltliche Schulen, die von etwa 96.000 Schülerinnen und Schülern besucht wurden. Das war nur ein Anteil von ca. ein Prozent aller Schülerinnen und Schüler im Reichsgebiet. Die weltlichen Schulen waren auf wenige Großstädte konzentriert. Berlin war mit 52 Schulen eines der Zentren der weltlichen Schulen.

Weltliche Schulen entstanden in der Auseinandersetzung zwischen sozialdemokratischen und freidenkerischen Reformvorstellungen und um den sog. Schulkampf. Hintergrund war die Frage, wie groß der staatliche oder der kirchliche Einfluss auf die Schulen sein durfte. Die intensivste Diskussion wurde vor allem um die Volksschulen geführt. Hier war der Religionsunterricht mit bis zu sechs Stunden in der Woche dominierender Bestandteil des Unterrichts. Die Erziehung zu Gehorsam und Demut war oberstes Ziel.

Eine weltliche Schule war die heutige Rütlischule in Neukölln. Das Schulgebäude wurde als 31. und 32. Gemeindeschule in Rixdorf (heute: Neukölln) im Oktober 1909 eingeweiht. Während des Ersten Weltkriegs diente es als Kaserne, ab Januar 1920 wieder als Unterrichtsgebäude. 1921 besuchten 1.400 Schüler die Schule. Im Jahr 1923 erhielten die zwei Schulen in dem Gebäude die offizielle Genehmigung, als weltliche Gemeinschaftsschule zu arbeiten.

Während der Exkursion wollen wir uns der Geschichte der weltlichen Schulen in Berlin nähern – aber auch einen Ausflug in die heutigen aktuellen Diskussionen – beispielsweise um das Volksbegehren „Pro Reli“ – machen.

Führung: Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

Die Exkursion dauert ca. 2,5 Stunden (Strecke ca. 2,5 km)

Kosten: 2,50 Euro/NaturFreunde frei

Fotoexkursion: Das sowjetische Ehrenmal in Schönholz

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Sonntag 05.02.2017

  • Ort: Bushaltestelle Ehrenmal Schönholz (Bus 155)
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante

Die Fotoexkursion führt durch das winterliche Ehrenmal. Die Tour wird die Geschichte des Ehrenmals, seine architektonische Umsetzung und die Entstehungsgeschichte erkunden. Bei der Tour werden schöne und interessante Fotomotive an vielen Punkten zu erwarten sein.

Fotoexkursionen der NaturFreunde

Die Fotoexkursionen knüpfen an die Tradition der sozialkritischen Fotografie der politischen Linken an. Wandel aufzeigen, soziale Realitäten darstellen und mit den alltäglichen Erscheinungen des Lebens und der Arbeitswelt auseinandersetzen, war seit mehr als 80 Jahren Ziel der „Arbeiterfotografie“. An diese Tradition wollen die Touren anknüpfen und mithelfen, eine zeitgemäße Antwort auf kritische Fotografie zu geben. Mit dem Fotoapparat sollen Realitäten eingefangen werden, Gegensätze aufzeigt und damit eine Beitrag zur kritischen Betrachtung des eigenen Umfeldes geleistet werden.

Dabei steht Spaß, Information über die Geschichte der Stadträume aber natürlich auch der Umgang mit der Kamera im Mittelpunkt der Touren.

Wissenschaft konkret: Verfassungsrecht in Bulgarien und der Beitritt zur EU

Freitag 03.02.2017

  • Ort: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin (U- und S- Bahnhof Heidelberger Platz)
  • Uhrzeit: 19.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante

Viele im weiten Spektrum der NaturFreunde haben im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Ausbildung Bachelor- oder
Masterarbeiten, Doktorarbeiten oder interessante Hausarbeiten geschrieben.
Diese haben sehr häufig hochinteressante Themengebiete bearbeitet, die auch für viele, die nicht in dieser wissenschaftlichen Disziplin
gearbeitet hatten, einen spannenden Erkenntnisgewinn bringen können.

In der Reihe „Wissenschaft konkret“ wollen wir solche Arbeiten vorstellen, gemeinsam diskutieren und anschließend
in gemütlicher Runde den Abend ausklingen lassen.

Auf der Auftaktveranstaltung wird Janeta Mileva, Mitglied im Landesausschuss der NaturFreunde Berlin, ihre
Doktorarbeit vorstellen. Sie hat zum Thema „Souveränität im Spannungsverhältnis zwischen klassischem
Konstitutionalismus und europäischem Integrationsprozess“ promoviert. Dabei geht es vor allem um die Frage,
inwieweit sich die Souveränität von Staaten verändert, wenn sie Mitglied der Europäischen Union werden.

In der Reihe werden wir in loser Folge weitere Arbeiten vorstellen.

Politik konkret: Anders heilen? Wo die Alternativmedizin irrt

Montag 23.01.2017

  • Ort: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin
  • Uhrzeit: 19.00 Uhr
  • Verantwortlicher: OG Adelante der NaturFreunde Berlin

Immer häufiger kehren Menschen der klassischen Medizin den Rücken und suchen nach alternativen Behandlungsmethoden. Der Wunsch nach einer ganzheitlichen und sanften Behandlung hat in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass sich ein nahezu unübersehbarer Markt an alternativmedizinischen Produkten herausgebildet hat. Neben Heilpraktiker*innen und selbsternannten Heiler*innen bieten immer mehr Ärzt*innen alternative Behandlungsmethoden und Produkte an. Aber hier lohnt ein Blick hinter die Kulissen: Wie sieht es mit der Wirkung von Globuli und ähnlichen Mitteln aus? Was verbirgt sich tatsächlich hinter dem Begriff Alternativmedizin? Warum ist das Thema von Relevanz? Der Vortrag möchte diesen Fragen nachgehen und einen kritischen Blick auf die so genannte Alternativmedizin werfen.

Referent: Christoph Lammers

Neujahrswanderung der NaturFreunde Berlin

Mit 19 Wander*innen brachen die NaturFreunde der Ortsgruppe Adelante zu einer Wandertour durch den Tegeler Forst von Alt-Tegel nach Schulzendorf auf. Auf der Tour ging es an der Villa Borsig bis zum Freibad Tegelsee und dann weiter durch den Tegeler Forst bis nach Schulzendorf.

Bei schönen Wetter und frostigen Temperaturen ging es auf schönen Wegen 14 Kilometer durch die winterliche Berliner Landschaft.

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Kinderwagen on tour: Durch das wilde Neuenhagener Fließ

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Sonntag 11.12.2016

  • Ort: S-Bahnhof Hirschgarten
  • Uhrzeit: 11.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin

Auf schönen Wegen geht es von Hirschgarten durch das Neuenhagener Fließ.

Kinderwagen on tour

Wanderungen für Familien mit Kindern. Gemeinsam geht es raus in die Natur, um Landschaft in und um Berlin zu entdecken, Räume zu erfahren und die Natur zu genießen. Die Wanderungen bewegen sich auf Wegen, bei denen Kinderwagen mitgenommen werden können.

Infos: Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

 

Politik konkret: Eine kritische Sicht auf den Koalitionsvertrag von Rot-rot-grün

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MITTWOCH 07.12.2016

  • Ort: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin
  • Uhrzeit: 19.00 Uhr
  • Verantwortlicher:  NaturFreunde Berlin

Viele NaturFreunde verbinden mit einem Senat, der von SPD, DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen geführt wird, die Hoffnung, auf ein Transformationsprojekt für Berlin, das als zentrales Ziel die Sicherung der natürlichen Reichtümer der Stadt, eine Mieter*innenstadt für alle, in der nicht sozial Benachteiligte aus der Innenstadt verdrängt werden und einer Stadt, die mit der Förderung von ökologischen und sozialen Transformationsprojekten vorangeht.

Aus diesem Grund haben sich die NaturFreunde Berlin mit einem umfangreichen Forderungskatalog an die drei Parteien gewandt, die über die neue Koalition in Berlin verhandelt haben.

In dem Vortrag wird der Referent der Frage nachgehen, welche der Forderungen der NaturFreunde übernommen wurden und welche Punkte in dem Koalitionsvertrag fehlen. Gemeinsam sollen Chancen und Möglichkeiten für NaturFreunde durch die neue Koalition eingeschätzt werden und über notwendige Interventionen diskutiert werden.

Einführung: Uwe Hiksch