netzwerk cuba nachrichten vom 22.4.2015

Netzwerk Cuba

Liebe Leser_innen,

direkt aus Cuba hier nun ein newsletter:

2. Zentraleuropatreffen der Cubasolidarität vom 2.-4.10.2015 in Prag:

Estimados amigos de Cuba:Tenemos el placer de informarles con la suficiente antelación, en su condición de organización de solidaridad con Cuba, sobre la celebración del II Encuentro de Solidaridad de Europa Central con Cuba, que tendría lugar entre los días del 2 al 4 de octubre de 2015 en Praga.El programa detallado junto con otras informaciones acerca del Encuentro les serían enviados más adelante, en el transcurso del mes de junio. Sin embargo, ya en la actualidad, antes del 4 de mayo de 2015 quisiéramos obtener una información preliminar de su parte respecto al interés de su organización en participar en el evento y el número estimado de sus delegados. El monto de registro por participante se ha fijado preliminarmente en 120 EURO (el precio incluye el hospedaje durante dos noches, la pensión, la traducción, el alquiler de las salas de reuniones, el transporte en Praga).Al mismo tiempo, apreciaríamos sus consideraciones respecto a los temas que según su opinión deberían quedar incluídos en los debates del evento.Estamos remitiendo la invitación a todas las organizaciones de solidaridad de los siguientes países (por el orden alfabético): Alemania, Austria, Azerbaiyan, Bélgica, Bosnia y Hercegovina, Bulgaria, Chipre, Eslovaquia, Grecia, Hungría, Italia, Luxemburgo, Malta, Polonia, Rumanía, Rusia, Serbia, Suiza, Turquía.

Con saludos solidarios, Ludvík Šulda Presidente Asociación de la amistad checo-cubano

]Dear Friends of Cuba, We would like to inform in sufficient advance you, representatives of Associations of Solidarity with Cuba, about the II. Central-European Meeting of Solidarity with Cuba, to be held between October 2 and 4, 2015, in Prague, Czech Republic. We would like to pick up on the successful I. Central-European Meeting of Solidarity with Cuba, held in Vienna, Austria, in 2014. It is a great pleasure for us to stand up for this challenge and to carry out the meeting honourably. We would like to send you a detailed agenda of the meeting, together with other necessary information, during June the latest. However, we would welcome with pleasure your preliminary information about possible attendance of your organisation’s delegate (or delegates, if you like, specifying the number of them) on the meeting before May 4, 2015. The participant gen fee is € 120 (the price includes a two-nights-accommodation, foods, interpretations, the conference rooms’ fees and your transport within Prague, from/to the airport included).In the same time, we welcome your proposal of concrete topics to be discussed during the meeting in your opinions. This invitation has been sent by us to the Solidarity Organizations from following countries (in alphabetical order): Austria; Azerbaijan; Belgium, Bosnia & Herzegovina; Bulgaria; Cyprus; Germany; Greece; Hungary; Italy; Luxembourg; Malta; Poland; Romania; Russia; Slovakia; Serbia; Switzerland; Turkey.

Pressezensur durch die CIA
Späte Enthüllung: US-Geheimdienst untersagte Bericht über Kuba-Invasion.
Von Volker Hermsdorf, Havanna
https://www.jungewelt.de/2015/04-23/032.php

Kubanisches Medikament erhält Auszeichnung
Havanna. Ein neues kubanisches Medikament hat die Goldmedaille der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) erhalten.
VonMarcel Kunzmann amerika21
https://amerika21.de/2015/04/118792/kuba-medikament-wipo

Kuba: Städtische Agrarwirtschaft mit großem Erfolg
Von Kerstin Sack amerika21
https://amerika21.de/2015/04/118888/staedtische-agrarwirtschaft

Die kubanischen Wahlen, ein Ereignis auf der Höhe der Geschichte
88,30 % der Wähler nahmen an der ersten Runde der Teilwahlen teil, um die Delegierten zu den Gemeindeversammlungen zu wählen
Autor: Livia Rodriguez Delis | livia@granma.cu
http://de.granma.cu/cuba/2015-04-21/die-kubanischen-wahlen-ein-ereignis-auf-der-hohe-der-geschichte

Opposition scheitert bei Kommunalwahlen in Kuba
Wahlbeteiligung 88,3 Prozent. Kandidat der Opposition bezeichnet Wahl als “sauber”. Bevölkerung wolle aber immer noch die Revolution
Von Marcel Kunzmann amerika21
https://amerika21.de/2015/04/119219/kommunalwahlen-kuba

Kaum Stimmen für Contras
Kuba: Mehr Frauen und viele Jugendliche in Kommunalparlamente gewählt. Niederlage für Opposition
Von Volker Hermsdorf, Havanna
http://www.jungewelt.de/2015/04-22/013.php

Mit der Stimmabgabe ehren wir unsere Geschichte
Mercedes López Acea, Mitglied des Politbüros, Vizepräsidentin des Staatsrates und Erste Sekretärin der Partei in Havanna, sagte, dass die Delegierten zu den Gemeindeversammlungen der Volksmacht zu wählen, die Wahrung unserer Rechte bedeute und eine partizipative Demokratie bestätigen
Autor: Yosel M. Castellanos | yosel@granma.cu
http://de.granma.cu/cuba/2015-04-19/mit-der-stimmabgabe-ehren-wir-unsere-geschichte

Die Erfüllung einer der wichtigsten Pflichten
Der Held der Republik Kuba Antonio Guerrero übte sein Wahlrecht aus
Autor: Alfonso Amaya Saborit | informacion@granma.cu
http://de.granma.cu/cuba/2015-04-19/die-erfullung-einer-der-wichtigsten-pflichten

Fidel Castro, internacionalista solidario
El padre de la Revolución Cubana ha tendido una mano generosa a los pueblos necesitados y ha ubicado la solidaridad y la integración en el centro de la política exterior de Cuba.
Salim Lamrani
http://michelcollon.info/Fidel-Castro-internacionalista.html?lang=es

Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen in La Habana:
https://berichteaushavanna.wordpress.com/
——————————————————————————————————————–

Weitere Veranstaltungshinweise finden sich auf unserem Terminkalender.

———————————————————————————————————————

———————————————————————————————————————

Hier wieder der Hinweis auf die neuen Artikel in der ncn online – chronologisch über:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de
oder nach Kategorien sortiert über die Gliederungsseite:

www.netzwerk-cuba-nachrichten.de/gliederung-ncn/

——————————————————————————————

Mit solidarischen Grüßen

die ncn Redaktion

Protest gegen Ball des Heeres am 9. Mai: TANZ AM RANDE DES ABGRUNDS: WIR SCHLAGEN KRACH!!!

bundeswehr schule ohne militär
Anfang Mai 1955 trat die Bundeswehr der NATO bei. Die NATO war und ist ein aggressives Militärbündnis, das die wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen der westlichen Industrienationen mit Waffengewalt durchsetzt.
Am 9. Mai 2015 nun feiert das deutsche Heer den 60. Jahrestag des Beitritts der Bundesrepublik in diesen Club der Krieger mit einem Ball im Palais am Funkturm.

Der 9. Mai gilt in vielen osteuropäischen Ländern seit 1945 als „Tag des Sieges“, weil an diesem Tag die letzte Unterschrift unter die Kapitulationsurkunde des Deutschen Reiches in Berlin Karlshorst gesetzt wurde.

Und ausgerechnet an diesem Datum will die Bundeswehr eine rauschende Nacht mit Live-Musik, 5-Gänge Gourmet-Menü und außergewöhnlichem Showprogramm feiern. Geladen sind führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik! Dem wollen wir nicht tatenlos zusehen!
Wir schlagen Krach gegen diesen Kriegerball.

Und damit die geladenen Damen und Herren ihn auch hören, wenn sie in Abendgarderobe (nicht im Drillich) zum Tanz am Rande des Abgrunds schreiten, kommt zahlreich, mit allem, was ihr zur Verfügung habt: Töpfe, Trommeln, Rasseln, Tröten …

Samstag, 9. Mai 2015, 18:00 Uhr
Hammarskjöldplatz, 14055 Berlin (Masurenallee)

S-Bahnhof Messe Nord, U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz

Gruppen der Berliner Friedenskoordination

12.MAI 2015, 9.00 Uhr: Rheinmetall entrüsten!

PROTEST-AKTION während der Hauptversammlung von Rheinmetall

leo-an-die-kette

Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG treffensich am 12. Mai zu ihrer Hauptversammlung.

Ihre Aktien sind mit Blutgetränkt!

Europas größter Heeresausrüster setzte 2014mit Kanonen, Munition, Elektronik, gepanzerten Fahrzeugen und Ausrüstungen 2,24 Milliarden Euro um. Das Geschäft boomt!

Die Auftragsbücher quellen über!

Für 6,52 Milliarden Euro –für soviel wie noch nie –sollen weitere Mordwerk-zeuge hergestellt werden.

Um weltweit Aufträge zu ergattern, hat Rheinmetall geschmiert.

Bußgelderin Höhe von 37,1 Millionen Euro wegen unerlaubter Zahlungen an Griechenlandwurden bereits fällig.

Weitere Verfahren drohen.

KEINE DEUTSCHEN WAFFEN FÜR LÄNDER UND KRIEGE,DEREN OPFER WIR NACHHER BEKLAGEN!

Rheinmetall liefert für die Leopard-2-Kampfpanzer Glattrohrkanonen, Feuerleitanlagen und Geschosse. Und sie sind heiß begehrt.

Anfragen aus Saudi-Arabien nach Hunderten von Leopard-2-Panzern scheinen vorerst auf Eis gelegt zu sein. Vielleicht haben die Berichte über Auspeitschungen und Hinrichtungen ihre Wirkung gezeigt, so dass die Bundesregierung davon absehen musste. Das hinderte sie allerdings nicht daran, im Oktober2014 „diverse Prototypen für ein elektro-optisches Aufklärungs-und Beobachtungssystem“ für 16,8 Millionen Euro aus dem Hause Rheinmetall nach Riad zu genehmigen.

Außer seinem Interesse an LEOPARD-Panzern zeigt Saudi-Arabien Interesse an Hunderten gepanzerten Infanteriefahrzeugen BOXER, die speziell für den Stadt-und Ortskampf entwickelt wurden, und Kuwaittestet einen BOXER. Der BOXER-Generalunternehmer ARTEC gehört zu 64 Prozent der Rheinmetall AG(36 % hält der Panzerhersteller Krauss Maffei Wegmann).

Im August 2014 genehmigte die schwarz-rote Bundesregierung Rheinmetall sogar den Export einer ganzen Panzerfabrik nach Algerien. Das Regime Bouteflika regiert dort autoritär unter massiver Missachtung von Menschenrechten. Die Firma Rheinmetall MAN Military Vehicles, die Rheinmetall zu 51 Prozent gehört, soll dort fast 1.000 Radpanzer FUCHS 2im Wert von 2,7 Milliarden Euro fertigen. Diese können sowohl im Innern als auch im Krieg nach außen eingesetzt werden.

Das Militärregime in Ägyptenzeigt ebenso großes Interesse an diesen Radpanzern FUCHS2 und den BOXER-Panzerfahrzeugen von Rheinmetall.

Wir rufen auf zur Teilnahme an der

KUNDGEBUNG:

Waffenexporte stoppen!

Dienstag, den 12. Mai 2015, 9.00Uhr

gegenüber Maritim-Hotel, Stauffenbergstr. 26, 10785 Berlin-Tiergarten(5 Min.vom Potsdamer Platz)

 

Redebeiträge aus Politik, Kirchen und Gesellschaft. Die Theatergruppe „Berliner Compagnie“ präsentiert zweiS zenen zu Rüstungslobby und Korruption sowie Musik.

 

 

Berliner Initiative: Legt den Leo an die Kette!

www.leo-kette.de

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel

www.aktion-aufschrei.de

Demonstrationsaufruf Berlin: Externe ärztliche Hilfe und Freiheit für Mumia Abu-Jamal – JETZT!

mumiaplakat3

Demonstrationsaufruf Berlin: Stoppt die Hinrichtung durch medizinische Nichtversorgung! Sa. 18.04.15

Externe ärztliche Hilfe und Freiheit für Mumia Abu-Jamal – JETZT!
Sa. 18. April 2015 – Berlin – Weltzeituhr Alexanderplatz – 13:30 Uhr

Mumia Abu-Jamal ist ein kämpfender Gefangener im US Bundesstaat Pennsylvania. Seit seiner frühesten Jugend in der Black Panther Party kämpft er aktiv gegen Rassismus, Polizeigewalt und Ausbeutung. Als Radiojournalist erlangte er us-weite Bekanntheit und erhielt die Ehrenbezeichnung “Voice of the Voiceless” (die Stimme der Unterdrückten).

In einem manipulierten Verfahren wurde er 1982 ohne gültige Beweise für den vermeintlichen Mord an einem Polizisten zum Tode verurteilt. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen und Parlamente kritisierten massive Brüche seiner Grundrechte und fordern eine Neuverhandlung. Hunderttausende überall auf der Welt sehen in ihm einen der vielen politischen Gefangenen in den USA. Mehrfach haben weltweite Proteste seine Hinrichtung verhindert. 2011 lenkte der Oberste Gerichtshof der USA ein und erklärte das Todesurteil gegen den Journalisten für rechtswidrig, allerdings ohne ihn freizulassen.

Seit seiner Verhaftung ist Mumia eine der lautesten Stimmen aus dem us-amerikanischen Gefängnis-Industriellen-Komplex. Er war der erste Gefangene, der zahlreiche Bücher und Radiobeiträge aus der Isolationshaft des Todestraktes heraus weltweit veröffentlichte und so ein Licht auf die rechtlose Situation aber auch die Kämpfe vieler Gefangener in den USA warf.

Nach den Morden an Mike Brown in Ferguson und Eric Garner in Staten Island war er einer der wenigen Journalist*innen, die den Zusammenhang zwischen der dafür verantwortlichen tödlichen und i.d.R. ungesühnten Polizeigewalt und der rassistischen Grundstruktur in den USA herstellte. Er nutzte seine weltweite Öffentlichkeit im Besonderen, um der jungen Bewegung gegen die Polizeigewalt internationale Wahrnehmung zu verschaffen. Allein im März 2015 brachte die Polizei 115 Menschen in den USA um. Ausser in einem Fall wird derzeit gegen keinen weiteren der involvierten Beamt*innen ermittelt.

Die Behörden in Pennsylvania antworteten auf Mumias Aktivitäten im Oktober 2014 mit einem Gefangenen-Knebel-Gesetz, welches ihn und andere Gefangene in Zukunft daran hindern soll, aus den Gefängnissen des Bundesstaates zu berichten. Dieses Gesetz richtet sich auch gegen Unterstützer*innen, Anwält*innen sowie Journalist*innen, die über interne Geschehnisse Öffentlichkeit herstellen. Es ist deutlich, dass Pennsylvania hier einen stellvertretenden Vorstoss für alle US Bundesstaaten unternimmt, um die wachsende Kritik an der Masseninhaftierung (ca. 2,3 Millionen Gefangene) und Todesstrafe zu unterdrücken.

Mumia klagte gemeinsam mit 4 weiteren Gefangenen, zwei Bürgerrechtsorganisationen, einer Zeitung, Prison Radio sowie dem Abolitionist Law Center gegen dieses Gesetz, dass Gefangene als erste Gruppe definiert, für die das verfassungsgarantierte Grundrecht auf freie Meinungsäusserung nicht mehr gelten soll. Das föderale 3. Bundesberufungsgericht liess die Klage der Gefangenen gegen den Protest der Behörden in Pennsylvania zu. Am 30. März 2015 fand der erste Verhandlungstag statt.

Am gleichen Tag brach Mumia Abu-Jamal im SCI Mahanoy Gefängnis bewusstlos zusammen und wurde auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht, wo sein Leben kurz vor einem diabetischen Koma gerettet werden konnte. Mumia hatte bereits seit drei Monaten über starke Beschwerden und Ohnmachtsanfälle geklagt, war im Gefängnis aber falsch behandelt worden, obwohl sie bereits drei Bluttests von ihm entnommen hatten. Keiner will die vorher bei ihm unbekannte Diabetes bemerkt haben. Allerdings wurde Mumia nach 3 Tagen ohne weitere Behandlung wieder zurück ins Gefängnis verlegt, wo ihm seitdem jede lebenserhaltende medizinische Hilfe verweigert wird.

Mumia kann sich seit ca. einer Woche nur noch mithilfe eines Rollstuhls bewegen. Seine Stimme versagte wiederholt. Er hat über 30 Kg Gewicht verloren. Seine Blutzuckerwerte sind täglich in einem gefährlichen Bereich. Niemand kann abschätzen, wie lange er in diesem Zustand noch überleben wird.

Massive Proteste und über 20 Demonstrationen in den USA und Europa haben seitdem zwar durchsetzen können, dass er Besuch von Angehörigen und seiner Verteidigung erhalten kann. Er vertraut der (ohnehin ausbleibenden) “medizinischen Versorgung” im Gefängnis nicht mehr und fordert externe medizinische Hilfe.

Pennsylvanias Gouverneur Tom Wolf, der Leiter der Gefängnisbehörde, John E. Wetzel sowie Gefängnisdirektor John Kerestes sind direkt für diesen staatlichen Mordversuch an einem der bekanntesten kämpfenden Gefangenen in den USA verantwortlich.

Beteiligt euch am Sa., den 18. April 2015 an der Demonstration gegen Mumias Hinrichtung durch medizinische Nichtversorgung in Berlin!

Free MUMIA – Free Them ALL!

Beginn – 13:30 Uhr, Weltzeituhr – Alexanderplatz, Berlin-Mitte

NOLYMPIA-RESOLUTION: Olympische Spiele in Hamburg? Wir haben Etwas Besseres vor!

NOlympia aktiv

Rund 150 Menschen haben sich gestern, am 11. April, im Centro auf Aktivitäten gegen die Olympia-Bewerbung von Hamburg verabredet. Dabei haben sie die folgende Resolution beschlossen:

http://www.etwasbesseresalsolympia.org/

http://nolympia-hamburg.de/resolution-verabschiedet/

Resolution | 11.4.2015

Olympische Spiele in Hamburg?
Wir haben Etwas Besseres vor!
Lasst uns gemeinsam den Olympia-Wahnsinn stoppen!
——————————————————————————–

Am 21. März hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beschlossen, sich mit Hamburg um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2024 zu bewerben. Im Herbst sollen Hamburgs Bürger/innen in einem Referendum entscheiden, ob sie dieses Großevent in ihrer Stadt haben wollen.

——————————————————————————–

Wir, die erste offene Plattform gegen Olympische Spiele in Hamburg, wenden uns gegen die Olympia-Pläne der Stadt und sagen Nein:

Nein zu Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe, die die öffentlichen Haushalte jahrelang belasten werden.
Nein zu steigenden Mieten und Verdrängung, wie sie überall die Folge waren, wo olympische Spiele stattgefunden haben.
Nein zur weiteren Versiegelung von Flächen im Zusammenhang mit der Umsiedlung von Hafenbetrieben und dem Neubau von Sportstätten.
Nein zum Ausverkauf der Stadt an das intransparente Großunternehmen IOC und deren Vertragspartner.
Nein zu einem Hochleistungssport, der die Sportler/innen nicht zuletzt durch Doping zerstört.
Nein zu einem Megaevent, das für uns nur im Fernsehen stattfinden wird, während in der ganzen Stadt der Ausnahmezustand zur Regel wird.

——————————————————————————–

Wir, die erste offene Plattform gegen Olympische Spiele in Hamburg, sind für eine soziale und weltoffene Stadt und sagen Ja:

Ja zur Stärkung des inklusiven Schul- und Breitensports.
Ja zu einem wirklichen, langfristig gesicherten sozialen Wohnungsbau.
Ja zu einem Hamburg, das für alle offen ist.
Ja zu einer Stadt, die sich an den Bedürfnissen der Bewohner/innen orientiert.

——————————————————————————–

Es geht um sehr viel. Weil wir an Hamburg hängen und weil wir hier wohnen bleiben wollen, werden wir gegen die Pläne von DOSB, Hamburger Sportbund, Senat und Handelskammer aktiv. In den nächsten Monaten werden wir über die Folgen Olympischer Spiele in der Stadt informieren. Wir werden zeigen, dass es in Hamburg eine starke Opposition gegen Olympische Spiele gibt. Unser Ziel ist es, die Austragung der Spiele in Hamburg zu verhindern – ob 2024 oder 2028.

Lasst uns gemeinsam den Olympia-Wahnsinn stoppen!

Erste offene Plattform gegen Olympische Spiele in Hamburg, 11. April 2015

NaturFreunde: Menschenrechte und Tourismus

Kurzfilm der Naturfreunde Internationale „Menschenrechte im Tourismus“ – in Kooperation mit dem forum anders reisen und mit Unterstützung der Jungen Meister.

Komplexe Zusammenhänge einfach erklärt: Die Erklärvideos der Naturfreunde beleuchten die Hintergründe von aktuellen Themen. Soeben ist – in Kooperation 
mit dem forum anders reisen und mit Unterstützung der Jungen Meister – der dritte Kurzfilm der Naturfreunde Internationale veröffentlicht worden.

NaturFreunde: Kranzniederlegung für Georg Elser am 9. April 2015 um 12 Uhr in der Wilhelmstraße 93, 10117 Berlin

Georg Elser

Der NaturFreund und Widerstandskämpfer wurde vor 70 Jahren im KZ Dachau hingerichtet

13 fehlende Minuten entschieden am 8. November 1938 über den Lauf der Weltgeschichte. Adolf Hitler und die Nazi-Führung verließen die Veranstaltung der Alten Kämpfer im Münchner Bürgerbräukeller früher als geplant, um wegen des starken Nebels den Nachtzug zurück nach Berlin zu nehmen. Die Bombe, die der Schreiner Georg Elser von der Schwäbischen Alb unter größter Anstrengung gebaut und hinter der Rednerbühne platziert hatte, explodierte zwar plangemäß, aber eben 13 Minuten zu spät. Die Nazi-Propaganda missbrauchte das Attentat sogar für die Behauptung, Hitler sei von der Geschichte auserwählt, weil er von der Bombe verschont wurde.

Elser, der bis 1932 auch bei den NaturFreunden in Konstanz war, wurde noch in derselben Nacht an der Schweizer Grenze verhaftet und der Gestapo ausgeliefert. Er kam in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Dachau, wo er am 9. April 1945 auf persönlichen Befehl Hitlers erschossen wurde.

Georg Elser war ein Sehender unter Blinden – schon in den 1930er Jahren das moralische Gegenstück zum Nationalsozialismus. Er sah den Krieg heraufziehen und fasste deshalb 1938 den Plan, Adolf Hitler auszuschalten. Er wollte den Krieg verhindern.

Elser war ein Einzelgänger, das war seine Stärke wie sein Schwachpunkt. Ein durch und durch anständiger Mensch, der bereit war, auch in schwierigen Situationen unter Einsatz seines Lebens Verantwortung zu übernehmen. Dennoch wurde er lange Zeit diskreditiert und als Spion der Engländer diffamiert. Es war nach 1945 der Hitlergeneration nicht vorstellbar, dass ein einfacher Mann aus dem Volk, noch dazu mit einem linken Bewusstsein, zu einer moralischen Instanz werden konnte. Für das deutsche Bürgertum war es einfacher, den deutschnationalen Stauffenberg als Gegenspieler von Hitler zu sehen statt den Sozialisten Elser. Deshalb wurde er lange Zeit ignoriert.

Erst in der letzten Zeit gewann die Tat Elsers an Aufmerksamkeit. Aktuell wird ein hoch gelobter Film über sein Leben in den Kinos gezeigt. Doch das alles ist noch zu wenig. Die NaturFreunde Deutschlands regen deshalb an, Georg Elser in angemessener Form im Reichstagsgebäude zu ehren.

Am 9. April 2015 werden die NaturFreunde Deutschlands um 12 Uhr an dem Denkmal für Georg Elser in der Wilhelmstraße 93 in 10117 Berlin einen Kranz zur Erinnerung an den aufrechten Widerstandskämpfer niederlegen.