Kiezspaziergang: Rund um Rütli – Bildung und Stadtentwicklung

Samstag 24.06.2017

  • Ort: U-Bahnhof Hermannplatz (auf dem Platz)
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: Adelante

Kiezspaziergang, Dauer ca. 2,5 Std.

Die Exkursion kreist räumlich wie auch thematisch „Rund um Rütli”. Thematisiert wird der Zusammenhang zwischen Bildung und Stadtentwicklung im Neuköllner Reuterkiez. Bildung gilt als Schlüssel zu mehr sozialer Gerechtigkeit und ist daher besonders in sozial benachteiligten Kiezen mit hohen Erwartungen verbunden. Gleichzeitig spielt das Bildungsangebot eine wichtig Rolle, um den Wegzug alternativer Mittelschichtsfamilien aus Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf zurm Zeitpunkt der Einschulung zu verhindern und Prozesse der sozialen Aufwertung zu stabilisieren.

Ausgehend vom „Campus Rütli” werden die Entstehung des Rütli-Skandals, die Erwartungen an lokale Bildunsgprojekte und ihre Auswirkungen in der Praxis nachverfolgt.

In Zusammenarbeit mit „Kritische Geograpie Berlin“.

Kritische Geographie Berlin ist eine freie Assoziation von Geograph_innen, Sozialwissenschaftler_innen, Aktivist_innen und anderen, die sich in akademischen und aktivistischen Kontexten mit Fragen um Macht, Raum und Gesellschaft auseinandersetzen.

Seit März 2016 führt Kritische Geographie Berlin wieder die Kiezspaziergänge in Kooperation mit den Naturfreunden Berlin e.V. durch mit unterschiedlichen kritischen Exkursionen und somit mit Betrachtungsweisen auf die soziale, materielle und immaterielle Textur der Stadt, ihrer Konflikte und Akteure.

Kosten 2,50 €, NaturFreunde frei

Mehr Infos: http://kritische-geographie-berlin.de

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Kiezspaziergang: Drugstore und Potse müssen bleiben! Gentrifizierung und Gegenkultur in Schöneberg

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Samstag 27.05.2017

  • Ort: U-Bahnhof Nollendorfplatz (Eingangshalle)
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin

Kiezspaziergang, Dauer ca. 2,5 Std.

In Zusammenarbeit mit „Kritische Geograpie Berlin“.

Kritische Geographie Berlin ist eine freie Assoziation von Geograph_innen, Sozialwissenschaftler_innen, Aktivist_innen und anderen, die sich in akademischen und aktivistischen Kontexten mit Fragen um Macht, Raum und Gesellschaft auseinandersetzen.

Seit März 2016 führt Kritische Geographie Berlin wieder die Kiezspaziergänge in Kooperation mit den Naturfreunden Berlin e.V. durch mit unterschiedlichen kritischen Exkursionen und somit mit Betrachtungsweisen auf die soziale, materielle und immaterielle Textur der Stadt, ihrer Konflikte und Akteure.

Kosten 2,50 €, NaturFreunde frei

Mehr Infos: http://kritische-geographie-berlin.de

Kiezspaziergang: Schweine-öde!? Städtische Peripherie zwischen Stigmatisierung und Zukunftsversprechen

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Samstag 22.10.2016

  • Ort: S-Bhf. Schöneweide
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: Adelante

Der Berliner Stadtteil Oberschöneweide steht seit den Anfängen der Industrialisierung Berlins („Elektropolis“) bis zum Ende der DDR synonym für Fabriken und Industrieproduktion der Elektrotechnik und metallverarbeitende Industrie. Heute ist Oberschöneweide durch die Folgen der seit 1990 einsetzenden Deindustrialisierung und einer sozialräumlichen Peripherisierung des Stadtteils gekennzeichnet. Große Teile der ehemaligen Industrieareale liegen noch brach bzw. sind von Leerstand gekennzeichnet. Gleichzeitig wurden Wohnungen im Rahmen von Sanierungsförderung modernisiert oder durch Neubauten ergänzt. Die hier entstandenen renovierten Altbauwohnungen können teuer vermietet werden bzw. wurden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Diese städtebauliche Entwicklung der einerseits innenstadtnahen attraktiven Wohnlage und der punktuellen baulichen Aufwertung des Viertels, sowie der bisher meist ungeklärten Nachnutzung der großer Industriebrachen, wird flankiert durch eine (temporär unterschiedlich) starke Präsenz rechtsradikaler AktivistInnen und neonazistischer Treffpunkte. Deren Anwesenheit in einzelnen Straßenzügen (und die Wahlergebnisse zugunsten der NPD) haben Teilen des Stadtviertels den Ruf eines rechtsradikal dominierten „Angstraumes“ und einer „national befreiten Zone“ eingebracht. Dieser einseitigen, vor allem medial vorgenommenen Darstellung des Stadtteils, werden von vielen lokal Engagierten Formen der Stigmatisierungsabwehr und die Hoffnung auf eine weitere soziale und bauliche Aufwertung entgegengesetzt.

Der Stadtteilspaziergang Oberschöneweide beginnt und endet an einem der Brennpunkte ehemaliger Neonazipräsenz, dem S-Bahnhof Schöneweide und der daran anschließenden Brückenstrasse und wird sich dann auf dem Weg zu den neuen Hoffnungsträgern der lokalen Entwicklung (Industriesalon, HTW) mit den sozialräumlichen Veränderungen im Stadtteil beschäftigen. (Dauer ca. 2,5 Stunden)
Eine gemeinsame Veranstaltung der NaturFreunde Berlin in Kooperation mit Kritische Geographie Berlin
Kostenbeitrag: 2,50 €, Mitglieder NaturFreunde frei

Kiezspaziergang, Dauer ca. 2,5 Std.

In Zusammenarbeit mit „Kritische Geograpie Berlin“

Kritische Geographie Berlin ist eine freie Assoziation von Geograph_innen, Sozialwissenschaftler_innen, Aktivist_innen
und anderen, die sich in akademischen und aktivistischen Kontexten mit Fragen um Macht, Raum und
Gesellschaft auseinandersetzen.

Seit März 2016 führt Kritische Geographie Berlin wieder die Kiezspaziergänge in Kooperation mit den Naturfreunden
Berlin e.V. durch mit unterschiedlichen kritischen Exkursionen und somit mit Betrachtungsweisen auf die soziale,
materielle und immaterielle Textur der Stadt, ihrer Konflikte und Akteure.

Mehr Infos: http://kritische-geographie-berlin.de

Kiezspaziergang in Potsdam: Sichtachsen durchkreuzen. Ein Blick hinter die barocken Fassaden der Potsdamer Innenstadt

Samstag 25.06.2016

  • Ort: Alter Markt (vor dem Fachhochschulgebäude) in Potsdam
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante


Hübsch anzusehen ist es ja, dieses Potsdam. Schick gemacht hat es sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten: Gebäude geputzt, Parks gestutzt, und ein Schloss (wiederauf)gebaut hat es sich auch. Stets scheint dabei vor allem der ästhetische Wert im Vordergrund zu stehen: Ob originalgetreue Wiederherstellung von Fassadengestaltungen oder frei gehaltenen (bzw. geschlagenen) Sichtachsen zwischen diversen Gebäuden und städtebaulichen Ensembles – das Auge baut mit.

Doch was passiert eigentlich mit all den Häusern, die angeblich diese Sichtbeziehungen stören, weil sie im Weg stehen oder einfach als zu hässlich erachtet werden? Wohin sollen all die Menschen, die nicht so recht passen ins preußisch-barocke Potsdam? Und an welcher Perspektive von Stadt richtet sich all das eigentlich aus?

Gemeinsam wollen wir uns gegenwärtige Orte der Potsdamer Innenstadt anschauen, die es wahrscheinlich so schon bald nicht mehr geben wird und dabei auch Orte aufsuchen, die schon hinter den geputzten, barocken Fassaden verschwunden sind. Wir spüren den Menschen nach, die an diesen Orten wohn(t)en und wirk(t)en, um zu verstehen, was da schon verloren gegangen ist oder noch verloren gehen kann. Und vielleicht kommen wir ja auch auf die eine oder andere Idee, dass doch noch alles ganz anders wird.

In Kooperation mit den Kritischen Geographen Berlin.

Dauer: 2,5 Stunden

Ansprechperson: Lukas Schliephake

Kostenbeitrag: 2,50 Euro, NaturFreunde frei

Kiezspaziergang: Unsichtbares sichtbar machen: Experimentelle Streifzüge durch ein Schöneberg im Wandlungsprozess

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Irritationen, Verfremdung, Fake und Urban Hacking werden als künstlerische (subversive) Strategien genannt, um Selbstverständliches, materiell Eingeschriebenes und Gewohntes im urbanen Stadtraum zu hinterfragen und zu verändern. Diese Strategien gehen auf diverse Künstler*innengruppen zurück (Situationistische Internationale aus Frankreich, Dada aus Zürich, Fluxus etc.). Durch diese experimentellen Strategien sollen gesellschaftliche Verhältnisse und Machtstrukturen sichtbar gemacht und so im übertragenen Sinn Sehgewohnheiten verändert werden. Sie bieten dadurch ein Potential, sich der Komplexität des Stadtraums anzunähern, Visionen zu generieren und ihn gezielt anzueignen.  Bei dieser Exkursion werden kleine experimentelle Feldversuche erprobt. Wir suchen beispielsweise nach Indizien im Verborgenen, die auf einen Wandlungsprozess wie  u.a. von Verdrängungsprozesse, neue Arbeitsmärkte, geplante Bauprojekte, Akteur* innen in Schöneberg hindeuten. Aber auch an aktuellen stadtpolitischen und historischen Beispielen werden die unterschiedlichen Wechselwirkungen zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem diskutiert. Die Kombination aus Bekanntem und bislang nicht Wahrgenommenem sollen neue Perspektiven eröffnen und den urbanen Blick schärfen. Dieser experimentelle Umgang mit Stadtraum kann darüber hinaus neue Fragen aufwerfen,  die eigene Wirksamkeit und die der Strategien reflektieren, aber auch ein Forum bieten, eigene Vorstellungen einer zukünftigen Stadt zu platzieren.

 

Dabei sind alle Teilnehmer*innen der Exkursion herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen und Ideen zu diesem Thema einzubringen. In Kooperation mit Naturfreunden e.V. Berlin.

 

Kosten 2,50, Naturfreunde frei.

 

Datum: 28.05.2016
Treffpunkt: U-Bhf. Bülowstraße, vor Commerzbank
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden
Ansprechperson: Christine Scherzinger

Kiezspaziergang: Dérive yourself – Situationistische Selbstversuche in der Stadt

Kiezspaziergang: Dérive yourself – Situationistische Selbstversuche in der Stadt

Samstag 27.06.2015

  • Ort: U-Bahn-Station „Rathaus Schöneberg“ (U4)
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin


Arbeit, Freizeit, Reize und Gefühle. Sie alle verlaufen in den Bahnen der gebauten und immateriellen Umwelt der Städte. Die Architektur, Infrastruktur und Ordnungspolitik übersetzen dabei die gesellschaftlichen Vorstellungen in Imperative der Lebenshaltung: Hier wird gearbeitet, dort eingekauft, da draußen geschlafen! Die Situationistische Internationale (SI) hat genau dies in den 1950/60ern analysiert und kritisiert. Dabei ersuchten deren Mitglieder mit dem Dérive eine Praktik der anderen Raumwahrnehmung und Raumbenutzung. Und zwar einer, die sich nicht entlang der Grenzen klar abgesteckter, funktionalistischer Territorien bewegt, diese im Umherschweifen, zu überwinden sucht und damit die Vorstellungskraft anderer Verhältnisse beflügeln sollte. Das gezielte Vermischen, Durcheinanderbringen und Verweigern der Regeln und Nutzungsbedingungen des Stadtraums erlaubt(e) ihre kreative Aneignung und verstand sich als gezielte Kritik an der Starrheit und Monotonie des damals real existierenden Kapitalismus.

Heute, ein halbes Jahrhundert später, haben sich diese Bedingungen signifikant verändert. Es ist schwierig geworden zu erkennen, ob hier gejobbt, relaxt, gebastelt oder konsumiert wird, ob diese Fabrikhalle ein Loft oder ein Co-Workingspace ist. Wir fragen uns, wie das Dérive als Praxis dennoch geeignet ist, um sich im Widerspruch mit der urbanen kapitalistischen Umwelt zu bewegen, wenn doch nun eh alles möglich ist. Wir müssen es probieren. Die Bedienungsanleitung schreiben wir selbst, im Experiment: Dérive youself! Vergesst die Trampelpfade und trampelt mit uns auf den Versprechungen der Leistungsspaßgesellschaft.

Dafür treffen wir uns am 27.06.2015 um 13 Uhr auf der Brücke der U-Bahn-Station „Rathaus Schöneberg“ (U4). Später schwärmen wir dann in kleinen Gruppen (2-5 Personen) aus und erkunden, uns allen Sinnen und Begierden hingebend, den Strand unter dem Asphalt der Stadt. Bis 19 Uhr möchten wir uns wieder gefunden haben und an eigenen Erfahrungen und der anderer reicher sein.

In Kooperation mit den Kritischen Geographen Berlin

Kosten 2,50 €, NaturFreunde frei

Datum: 27.6.2015
Treffpunkt: U-Bahn-Station „Rathaus Schöneberg“ (U4)
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: Ca. 6 Stunden

Ansprechpersonen: Manuel Varga, Katja Thiele, Lukas Schliephake & Martin Schinagl