Kiezspaziergang: Drugstore und Potse müssen bleiben! Gentrifizierung und Gegenkultur in Schöneberg

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Samstag 27.05.2017

  • Ort: U-Bahnhof Nollendorfplatz (Eingangshalle)
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin

Kiezspaziergang, Dauer ca. 2,5 Std.

In Zusammenarbeit mit „Kritische Geograpie Berlin“.

Kritische Geographie Berlin ist eine freie Assoziation von Geograph_innen, Sozialwissenschaftler_innen, Aktivist_innen und anderen, die sich in akademischen und aktivistischen Kontexten mit Fragen um Macht, Raum und Gesellschaft auseinandersetzen.

Seit März 2016 führt Kritische Geographie Berlin wieder die Kiezspaziergänge in Kooperation mit den Naturfreunden Berlin e.V. durch mit unterschiedlichen kritischen Exkursionen und somit mit Betrachtungsweisen auf die soziale, materielle und immaterielle Textur der Stadt, ihrer Konflikte und Akteure.

Kosten 2,50 €, NaturFreunde frei

Mehr Infos: http://kritische-geographie-berlin.de

Fotoexkursion: Stadtumbau im Märkischen Viertel

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Sonntag 09.10.2016

  • Ort: Bushaltestelle Märkisches Zentrum
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: Adelante

Die Fotoexkursion bewegt sich durch das Märkische Viertel und zeigt Veränderungen durch den Stadtumbau in den letzten Jahren auf. Sie führt in die Vergangenheit des Viertels, zeigt Kontinuitäten auf und stellt die Entwicklung des Viertels in den Kontext der Entwicklung Berlins von den 60er Jahren bis heute.

Fotoexkursionen

Die Fotoexkursionen knüpfen an die Tradition der sozialkritischen Fotografie der politischen Linken an. Mit dem Fotoapparat sollen Realitäten eingefangen werden, Gegensätze aufzeigt und damit eine Beitrag zur kritischen Betrachtung des eigenen Umfeldes geleistet werden.

Fotoexkursion: Auf den Spuren von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg

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Freitag 24.06.2016

  • Ort: Olof-Palme-Platz (Elefantentor)
  • Uhrzeit: 17.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin, OG Adelante

Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg haben in Berlin vielfältige Spuren hinterlassen. Die Fotoexkursion begibt sich auf die Spuren der beiden großen Revolutionäre. Beginnend am ehemaligen Hotel Eden, in das die beiden von Freikorps verschleppt wurden geht es zu den Denkzeichen am Landwehrkanal und im Tiergarten.

Fototouren bei den NaturFreunden

Die Fotoexkursionen knüpfen an die Tradition der sozialkritischen Fotografie der politischen Linken an. Wandel aufzeigen, soziale Realitäten darstellen und mit den alltäglichen Erscheinungen des Lebens und der Arbeitswelt auseinandersetzen, war seit mehr als 80 Jahren Ziel der „Arbeiterfotografie“. An diese Tradition wollen die Touren anknüpfen und mithelfen, eine zeitgemäße Antwort auf kritische Fotografie zu geben. Mit dem Fotoapparat sollen Realitäten eingefangen werden, Gegensätze aufzeigt und damit eine Beitrag zur kritischen Betrachtung des eigenen Umfeldes geleistet werden.

Kiezspaziergang: Dérive yourself – Situationistische Selbstversuche in der Stadt

Kiezspaziergang: Dérive yourself – Situationistische Selbstversuche in der Stadt

Samstag 27.06.2015

  • Ort: U-Bahn-Station „Rathaus Schöneberg“ (U4)
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
  • Verantwortlicher: NaturFreunde Berlin


Arbeit, Freizeit, Reize und Gefühle. Sie alle verlaufen in den Bahnen der gebauten und immateriellen Umwelt der Städte. Die Architektur, Infrastruktur und Ordnungspolitik übersetzen dabei die gesellschaftlichen Vorstellungen in Imperative der Lebenshaltung: Hier wird gearbeitet, dort eingekauft, da draußen geschlafen! Die Situationistische Internationale (SI) hat genau dies in den 1950/60ern analysiert und kritisiert. Dabei ersuchten deren Mitglieder mit dem Dérive eine Praktik der anderen Raumwahrnehmung und Raumbenutzung. Und zwar einer, die sich nicht entlang der Grenzen klar abgesteckter, funktionalistischer Territorien bewegt, diese im Umherschweifen, zu überwinden sucht und damit die Vorstellungskraft anderer Verhältnisse beflügeln sollte. Das gezielte Vermischen, Durcheinanderbringen und Verweigern der Regeln und Nutzungsbedingungen des Stadtraums erlaubt(e) ihre kreative Aneignung und verstand sich als gezielte Kritik an der Starrheit und Monotonie des damals real existierenden Kapitalismus.

Heute, ein halbes Jahrhundert später, haben sich diese Bedingungen signifikant verändert. Es ist schwierig geworden zu erkennen, ob hier gejobbt, relaxt, gebastelt oder konsumiert wird, ob diese Fabrikhalle ein Loft oder ein Co-Workingspace ist. Wir fragen uns, wie das Dérive als Praxis dennoch geeignet ist, um sich im Widerspruch mit der urbanen kapitalistischen Umwelt zu bewegen, wenn doch nun eh alles möglich ist. Wir müssen es probieren. Die Bedienungsanleitung schreiben wir selbst, im Experiment: Dérive youself! Vergesst die Trampelpfade und trampelt mit uns auf den Versprechungen der Leistungsspaßgesellschaft.

Dafür treffen wir uns am 27.06.2015 um 13 Uhr auf der Brücke der U-Bahn-Station „Rathaus Schöneberg“ (U4). Später schwärmen wir dann in kleinen Gruppen (2-5 Personen) aus und erkunden, uns allen Sinnen und Begierden hingebend, den Strand unter dem Asphalt der Stadt. Bis 19 Uhr möchten wir uns wieder gefunden haben und an eigenen Erfahrungen und der anderer reicher sein.

In Kooperation mit den Kritischen Geographen Berlin

Kosten 2,50 €, NaturFreunde frei

Datum: 27.6.2015
Treffpunkt: U-Bahn-Station „Rathaus Schöneberg“ (U4)
Zeit: 13.00 Uhr
Dauer: Ca. 6 Stunden

Ansprechpersonen: Manuel Varga, Katja Thiele, Lukas Schliephake & Martin Schinagl